Umwelt

Australiens Regierungschef lässt den Weißen Hai jagen

Zum dritten Mal in diesem Jahr hat ein Hai vor Westaustralien einen Menschen totgebissen. Nun geht dort die Angst um. Die Sicherheit der Strände müsse neu überdacht werden, sagte der Fischereiminister des Bundesstaates Westaustralien, Norman Moore, am Sonntag im Rundfunk.

"Ich bete, dass dies nicht der Anfang eines neuen Trends ist, in dem wir solche Angriffe jetzt öfter sehen." Ein Weißer Hai hatte einen amerikanischen Taucher am Sonnabend in der Nähe der Insel Rottnest vor Fremantle getötet.

Regierungschef Colin Barnett ordnete die Jagd auf den drei Meter langen Hai an. Das Tier wurde von einem Hubschrauber aus kurz nach der Attacke in der Nähe des Unglücksorts gesichtet. Patrouillen des Fischereiministeriums hängten Köder ins Wasser, um den Hai anzulocken und zu töten. Über eine generelle Jagd auf Haie werde nachgedacht, sagte Barnett. "Wir werden das sehr genau prüfen."

Normalerweise verzeichnet Australien im Durchschnitt einen tödlichen Hai-Angriff im Jahr. Die dritte Attacke des Jahres nährt Vermutungen, dass mehr Haie in den Gewässern unterwegs sind als früher. Haie sind bislang in Australien geschützt und dürfen nur mit Sondergenehmigung gejagt werden.

Der Amerikaner war von einem Boot aus etwa 500 Meter vom Strand entfernt getaucht. Segelfreunde sahen vom Boot aus aufgewühltes Wasser, ehe der leblose Körper des Mannes an die Wasseroberfläche gespült worden. Sie schlugen Alarm. Die Leiche sei entsetzlich zugerichtet gewesen, berichtete die Polizei. Die Insel ist ein populäres Ausflugsziel. Die Strände wurden sofort geschlossen.