Gewalt

Deutscher Weltumsegler wurde zerstückelt

Knapp zwei Wochen nach dem Verschwinden des Weltumseglers Stefan R. auf der Südseeinsel Nuku Hiva haben die Behörden traurige Gewissheit. Der 40-Jährige aus Schleswig-Holstein ist tot und wurde zerstückelt. Die DNA-Untersuchung ergab, dass die in einer Feuerstelle entdeckten Leichenteile von dem Vermissten stammen.

Auch die gefundenen Zähne belegten eindeutig, dass die Überreste zu Stefan R. gehörten, sagte Staatsanwalt José Thorel.

Der Unternehmensberater war vor drei Jahren gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin auf seinem 14 Meter langen Katamaran "Baju" zu einer Weltumsegelung gestartet. Nach einem Zwischenstopp auf Nuku Hiva verschwand er vor knapp zwei Wochen. Seine Spur endete im Inselinneren an einem Lagerfeuer. Dort fand die Polizei später neben Fleischstücken und Knochen auch Zähne.

Familie und Freunde hatten schon Mitte dieser Woche die Hoffnung aufgegeben. "Die schrecklichen Umstände seines Todes berühren und schockieren uns", hatten die Eltern in einem Internetblog geschrieben.

Stefan R. war auf der zu Frankreich gehörenden Insel mit einem einheimischen Jäger zu einer Tour ins Innere der Trauminsel aufgebrochen. Seine 37-jährige Freundin blieb zurück. Später kam der Jäger zurück und erzählt, es habe sich ein Unfall ereignet. Darauf zog die Freundin mit dem Mann los. Sie berichtete, der Jäger habe sie unterwegs bedroht, sexuell belästigt und an einen Baum gebunden. Sie habe jedoch fliehen können.

Der tatverdächtigen Jäger ist seither verschwunden. Die Polizei sucht nach ihm. Die Zeitung "La Dépêche de Tahiti" berichtete in ihrer Onlineausgabe über Hinweise, dass auf einem Hochplateau Lebensmittel und andere Dinge aus einem Jagdlager verschwunden seien. Zudem habe ein Mensch in der Nähe des Lagers übernachtet.