George Wright

Mörder nach mehr als 40 Jahren auf der Flucht gefasst

Nach 41 Jahren ist die Flucht eines der meistgesuchten Verbrecher der USA zu Ende gegangen. Wie die amerikanische Bundespolizei FBI mitteilte, wurde der Mann in Portugal gefasst.

Seit dem 19. August 1970 sei George Wright auf der Flucht gewesen. Er sei damals mit drei Mithäftlingen aus einem Gefängnis im US-Bundesstaat New Jersey ausgebrochen. Sieben Jahre zuvor war der Mann wegen Mordes verurteilt worden. Die US-Behörden wollen jetzt seine Auslieferung erreichen, damit er den Rest seiner Haftstrafe von 15 bis 30 Jahren absitzen kann. Die Kriminalpolizei in Portugal bestätigte die Festnahme. Der heute 68-Jährige, der zwei Jahre nach seiner Flucht in den USA an einer spektakulären Flugzeugentführung beteiligt war, sei am Montag in einem Vorort der portugiesischen Hauptstadt dingfest gemacht worden. Wright habe dort seit rund 20 Jahren unter falschem Namen gelebt, hieß es.

Die US-Behörden kamen Wright auf die Spur, als sie einer Reihe von Hinweisen folgten, die zu einer Adresse in Portugal führte. Mithilfe der portugiesischen Behörden wurden Fingerabdrücke in der Identitätsdatenbank Portugals abgeglichen. Wrights Fingerabdrücke waren identisch mit denen eines Mannes mit dem Namen José Luis Jorge Dos Santos, sagte Michael Schroeder, ein Sprecher der US Marshals. "Danach war es nur noch eine Sache von normaler Polizeiarbeit, eine Überwachung einzurichten", sagte er der "New York Times".

Nach Angaben der US-Behörden beging Wright mit Komplizen mehrere Raubüberfälle. Bei einem Überfall am 23. November 1962 sei ein Mensch getötet worden. Die portugiesische Zeitung "Público" schrieb am Mittwoch unter Berufung auf die Kriminalpolizei in Lissabon, die Festnahmeaktion sei unspektakulär erfolgt. Beamte hätten einfach an die Tür des Mannes geklopft.