Kriminalität

Mutter: Entführung der Kinder nach Ägypten war ein Albtraum

In einer emotionalen Stellungnahme hat sich die Mutter der vier entführten Kinder aus Hermannsburg (Landkreis Celle) erstmals nach deren Rückkehr an die Öffentlichkeit gewandt. Am Tag der Entführung habe für sie ein Albtraum begonnen, sagte die Frau in Hannover.

Beim Wiedersehen am Flughafen in Frankfurt nach 136 Tagen habe sie Freudentränen vergossen. Nun soll die Familie so schnell wie möglich wieder in den Alltag zurückfinden. Die Kinder waren von ihrem Vater am Ostermontag entführt worden. Er war bis September mit ihnen in Nordafrika unterwegs, bevor er von ägyptischen Behörden gestellt wurde.

Ihren Kindern gehe es nach ihrer Rückkehr sehr gut, sagte die Mutter. "Sie spielen viel und haben Spaß miteinander." Dies zu erwähnen sei ihr besonders wichtig gewesen. Der Tag der Entführung sei der schrecklichste Tag ihres Lebens gewesen, sagte die 31-Jährige. Anfangs habe sie noch ein wenig Hoffnung gehabt, dass ihr Mann mit den vier Kindern im Alter von vier bis neun Jahren Anfang Mai zurückkommen würde, sagte sie. Für diesen Tag hatte er einen Rückflug gebucht. Als die Kinder dann nicht im Flugzeug waren, sei eine Welt für sie zusammengebrochen. Jeden Tag habe sie auf ein Lebenszeichen gehofft. Auf den Vater der Kinder sei sie wütend. Mehr wolle sie dazu nicht sagen. Wiedersehen möchte sie ihn nicht. Die genauen Gründe des Mannes, die Kinder zu entführen, kenne sie nicht, sagte sie.

Nachdem der 37-Jährige in Kairo festgenommen wurde, sitzt er wegen der Entziehung Minderjähriger in Untersuchungshaft.

( dapd )