Kriminalität

Junge Italienerin stirbt bei erotischer japanischer Fesselung

Es war ein tödliches erotisches "Spiel" nach alter japanischer Manier in einer Garage am Stadtrand von Rom. Eine 23-jährige Studentin ist in der Nacht zum Sonnabend durch eine Extremfesselung ums Leben gekommen.

Eine um ein Jahr ältere Römerin musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei verhaftete einen Mann, der sie eingeschnürt hatte, unter dem Verdacht des Mordes.

Beide Frauen hätten zusammen mit dem 42-jährigen Ingenieur die "Shibari" genannte (auch als Japan-Bondage bekannte) und als gefährlich geltende alte japanische Kunst des erotischen starken Abschnürens mit Seilen ausprobiert. Es gibt Dutzende von Techniken, sie reichen vom einfachen Knoten bis zur komplizierten Ganzkörperfesselung. In diesem Fall waren die Frauen durch das Seil so miteinander verbunden, dass die junge Studentin erstickt wurde, als die andere bewusstlos zusammensackte, hieß es aus Ermittlungskreisen. Die Frauen seien bekleidet gewesen.

Als die Lage ernst wurde, rief der Mann einen Rettungswagen. Er soll noch versucht haben, das Seil zu durchschneiden. In seinem Auto fanden die Ermittler sadomasochistisches Material und Instrumente. Das Trio hatte nach den Erkenntnissen vor dem Beginn des "Spiels" den Abend gemeinsam mit dem Konsum von Drogen und Alkohol verbracht.