Sicherheit

Medwedjew will unsicheren Fluglinien Lizenz entziehen

Nach dem Flugzeugabsturz von Jaroslawl mit 43 Toten will Russlands Präsident Dmitri Medwedjew unsicheren Fluggesellschaften die Betriebserlaubnis entziehen lassen. Bis Mitte November solle die Regierung entsprechende Maßnahmen ausarbeiten, sagte eine Kremlsprecherin.

Mit einer bewegenden Trauerfeier nahmen Zehntausende Menschen Abschied von den bei dem Absturz verunglückten Eishockey-Stars.

Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass künftig Fluglinien stillgelegt werden können, die die Sicherheit nicht gewährleisten, sagte die Sprecherin. Gleichzeitig will Medwedjew Chartergesellschaften mit Subventionen fördern und regionale Fluggesellschaften mit zusätzlichen Finanzmitteln unterstützen. Laut der Kreml-Sprecherin wird Ministerpräsident Wladimir Putin die Überprüfung der russischen Fluggesellschaften leiten.

Am Mittwoch war eine 18 Jahre alte Maschine vom Typ Jak-42 in der Nähe der Stadt Jaroslawl rund 280 Kilometer nordöstlich von Moskau wenige Sekunden nach dem Start abgestürzt. An Bord befand sich die Eishockey-Mannschaft von Lokomotive Jaroslawl, die zum Auftaktspiel der Saison nach Minsk fliegen wollte. Unter den 43 Todesopfern waren auch der deutsche Eishockey-Nationalspieler Robert Dietrich, der erst seit Kurzem bei Lokomotive Jaroslawl unter Vertrag stand, sowie der schwedische Torhüter Stefan Liv.