Raumfahrt

Schwerelosigkeit erschöpft Teilnehmer des Mars-Experiments

Kurz vor Abschluss des Experiments Mars 500 im Moskauer Institut für Medizinisch-Biologische Probleme (IMBP) stoßen die sechs Teilnehmer offenbar an ihre Grenzen.

Die Männer aus Russland, Italien, Frankreich und China seien "psychologisch erschöpft", wollten den virtuellen Flug zum Roten Planeten aber nicht abbrechen, teilte der technische Direktor Jewgeni Djomin mit.

Das Sextett leide unter dem eintönigen Leben in der Abgeschiedenheit. Die Beziehungen untereinander seien jedoch gut. Die Monotonie mache sich nach 464 von 520 Tagen natürlich bemerkbar, betonte Djomin. Die Isolation von der Außenwelt, die tägliche Routine und die sich ständig wiederholenden Forschungsaufgaben förderten nicht gerade die Stimmung.

Allerdings handele es sich um eine "rein psychologische Müdigkeit", die sich keineswegs auf Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit der Männer auswirke. Bei der bisher realistischsten Simulation eines Mars-Fluges, die am 3. Juni 2010 begann und am 5. November endet, sollen Erfahrungen für eine echte bemannte Mission gesammelt werden. Bei dem Experiment fehlt lediglich die Schwerelosigkeit.