Hamburg

Polizisten prügeln sich mit Bordell-Security auf Reeperbahn

Mit Wachleuten eines Bordells auf der Reeperbahn haben sich Elite-Polizisten aus Sachsen nach einer Fortbildung in Hamburg geprügelt. Zwei Beamte seien verletzt worden, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen.

Drei Streifenwagen-Besatzungen der Hamburger Polizei beendeten die Schlägerei. Ein Bordellwächter erstattete Anzeige gegen einen Polizisten, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Ein anderer Beamter habe wiederum Anzeige gegen unbekannt gestellt.

Acht Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Sachsen waren zu einem Erfahrungsaustausch mit Hamburger Kollegen des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) in die Hansestadt gekommen. Alle acht hatten für den Folgetag Urlaub genommen, wie die LKA-Sprecherin sagte: "Mal Hamburg angucken." Fünf von ihnen waren nach dem Fortbildungstag auf die Reeperbahn gegangen. Woran sich der Streit in dem Bordell entzündete, ließ die Polizei offen. Die "Bild"-Zeitung berichtete von "Zahlungsstreitigkeiten". Die LKA-Sprecherin nannte das Geschehen lediglich "den Vorfall" oder "die Auseinandersetzung". Deren Aufklärung sei Sache der Hamburger Polizei. Sie betonte, dass der Streit in die Freizeit der sächsischen Polizisten fiel.

Erst im vergangenen Sommer hatte es in Hamburg Ärger um ein Trinkgelage von Polizisten aus Sachsen-Anhalt gegeben. Die Beamten waren für einen Polizeieinsatz gegen Krawalle im Hamburger Schanzenviertel gekommen - und machten dann selbst Krawall: In einem Viersternehotel waren sie biertrinkend und grölend durch die Flure getaumelt, hatten Hotelangestellte belästigt.