Fluggesellschaften

Schwäbelnde Flugbegleiterin ist Star auf YouTube

"Bassed se bidde uf, wenn se d'Schadulla öffned, dass ihne dr Kladaradadsch ned uf da Dätz fliagd." Mit diesen Worten überraschte Air-Berlin-Flugbegleiterin Michaela Bahnmüller vor einigen Tagen bei einer Bordansage auf Schwäbisch während der Landung in Stuttgart die Fluggäste.

Sie war nach eigenen Aussagen in der "Stuttgarter Zeitung" (Online-Ausgabe) "relativ spontan" auf die Idee gekommen.

Den Fluggästen hat es gefallen. Einer der Passagiere nahm die Ansage auf und stellte sie auf der Plattform YouTube ins Internet. Bis zum Sonntagmittag hatten sich schon mehr als 330 000 User den Clip angehört. Als das Video im Netz immer beliebter wurde, fragte das Unternehmen im sozialen Netzwerk Facebook nach, ob es noch mehr solcher Durchsagen in Mundart geben soll. Die Resonanz war positiv. Jetzt dürfen die Flugbegleiter von Air Berlin in der Kabine auch schwätzen, babbeln oder berlinern. Verpflichtet, im Dialekt zu sprechen, so Air-Berlin-Sprecher Uwe Berlinghoff, wird kein Flugbegleiter. Die Sicherheitsansagen müssen nach wie vor zuerst auf Hochdeutsch und Englisch gemacht werden. Bislang habe auch noch niemand angekündigt, künftig auf Sächsisch, Kölsch oder Bayerisch über Schwimmwesten, Notausgänge und Turbulenzen informieren zu wollen. Michaela Bahnmüller gab immerhin eine freundliche Verabschiedung der Fluggäste auf Schwäbisch zum Besten: "Send se so freindlich und bleibed bidde so lang hogga, bis des Lemble mit dem Gurt druff nemme leichded ... Mir hoffed, Ihne gfellds im Schwobaländle", sagte sie nach der Landung in Stuttgart und wünschte "a gmüdliche Hoimfahrd".