Geldforderungen

Fall DSK: Diallos Anwälte weisen neue Vorwürfe zurück

Wenige Tage vor einer womöglich entscheidenden Anhörung im Verfahren gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn haben die Anwälte des möglichen Vergewaltigungsopfers Berichte über Geldforderungen für eine Schließung der Akten zurückgewiesen.

"Diese Geschichte ist falsch", sagte Douglas Wigdor, ein Anwalt des Zimmermädchens Nafissatou Diallo. Am Dienstag könnte über eine Einstellung des Verfahrens entschieden werden.

Die Medienberichte seien "ein neuer Angriff ohne Grundlage", die von den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Strauss-Kahn ablenken und Diallo schaden sollten, sagte Wigdor. Das Nachrichtenportal "Daily Beast" hatte zuvor unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Kreise berichtet, Strauss-Kahns Verteidiger seien im Juni zu geheimen Treffen mit Diallos Anwälten zusammengekommen. Staatsanwalt Cyrus Vance habe daraufhin wissen wollen, ob dabei eine Schließung des Falls gegen einen Geldbetrag angeboten worden sei. Die Zeitung "Wall Street Journal" berichtete ebenfalls unter Berufung auf informierte Kreise, der Staatsanwalt habe Diallos Anwälte aufgefordert, ihn über eventuelle Absprachen zu informieren. Demnach könnte ein anderer Anwalt Diallos, Kenneth Thompson, angeboten haben, eine außergerichtliche Einigung einzugehen und im Gegenzug nicht mehr mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. In der Zeitung bestritt Thompson dies aber und wurde mit den Worten zitiert: "Wir wollen den Fall vor einem Geschworenen-Gericht verhandeln." Sollten sich derartige Verhandlungen bestätigen, würde die Glaubwürdigkeit Diallos weiter beschädigt.