Ermittlungen

Polizei untersucht Computer der drei toten Jugendlichen

Nach dem gemeinschaftlichen Selbstmord von drei jungen Frauen im niedersächsischen Holdorf erhoffen sich die Ermittler neue Erkenntnisse durch die Auswertung der Computer der Teenager.

Dabei geht es darum, ob sie über soziale Netzwerke im Internet zueinander Kontakt aufgenommen hatten. Zudem will die Polizei klären, ob weitere Menschen beteiligt waren.

Trotz einer Obduktion bleibt der Todeszeitpunkt unklar. Die Untersuchung bestätigt allerdings die bisherige Annahme der Ermittler, dass keine äußere Gewalteinwirkung für den Tod der Frauen verantwortlich war. Dennoch sollen zur Absicherung der Befunde weitere, insbesondere toxikologische Untersuchungen vorgenommen werden. Mit Ergebnissen rechnen die Ermittler in frühestens vier Wochen. Auch das Motiv für den Suizid ist noch unklar. Bis erste Ergebnisse vorlägen, werde es noch mehrere Tage dauern, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst müssten die beschlagnahmten Computer und Handys zusammengetragen werden.

Die 16, 18 und 19 Jahre alten Frauen aus dem Emsland, Thüringen und Bayern hatten sich nach ersten Ermittlungsergebnissen am Sonntag in dem kleinen Ort Holdorf im Landkreis Vechta getroffen. Sie zündeten dort in einem abgedichteten, gut getarnten Zelt im Wald Einmalgrills an und starben letztlich an einer Rauchvergiftung. Die Polizei geht davon aus, dass sie den kleinen Ort deshalb wählten, weil eine der drei Frauen in der Nähe Verwandtschaft hatte und diese in der Vergangenheit häufiger besucht hatte. "Sie kannte sich hier gut aus", sagte ein Polizeisprecher. Den Angaben zufolge hatten alle drei Teenager psychische Probleme. Offen ist allerdings auch noch, wie die Teenager in das Waldstück in der Gemeinde Holdorf gelangt waren. Eine Anreise mit dem Auto schloss die Polizei aus.