Brandenburg

Verbrannte Kinder stammen aus Nordjütland

Einen Tag nach der Entdeckung von zwei verbrannten Kinderleichen in einem Auto in einem Waldstück bei Börnicke bestätigen sich erste Vermutungen, dass die Hintergründe des grausigen Fundes in einer Familientragödie zu suchen sind.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost handelt es sich bei den Toten um neun und zehn Jahre alte Schwestern, die aus einem Fischerdorf in Nordjütland stammen. Der mit Brandverletzungen ins Unfallkrankenhaus Marzahn eingelieferte Mann ist nach Angaben der dänischen Polizei der 40 Jahre alte Vater der Mädchen. Der 40-Jährige hatte Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten, wurde nach einer Notoperation in ein künstliches Koma versetzt und wird auf einer Intensivstation behandelt. Wann der Schwerverletzte von der Polizei vernommen werden kann, sei nach Angaben der Klinik derzeit nicht absehbar.

Die brandenburgische Polizei hatte bereits am Freitag die dänische Polizei um Amtshilfe gebeten, um erste Erkenntnisse zu überprüfen. Wie berichtet, waren die toten Kinder in einem ausgebrannten Kleinwagen mit dänischem Nummernschild entdeckt worden. Die dänischen Behörden ermittelten anhand des Kennzeichens den Halter. Er lebt im Dorf Øster Hurup, welches an der Kattegatküste liegt. Die Mutter der Kinder wurde am Freitagnachmittag über den Tod ihrer Töchter informiert. Auf Anfrage der deutschen Behörden untersucht die dänische Polizei derzeit die Hintergründe und Motive, die zu der Tragödie geführt haben. Wie diese Zeitung erfuhr, soll der 40-Jährige getrennt von der Kindsmutter leben, die einen neuen Lebensgefährten haben soll. Wie sich das Drama abspielte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Denkbar ist, dass ein Streit über das Sorge- oder Besuchsrecht mit den Mädchen den 40-Jährigen zu einer Verzweiflungstat getrieben haben könnte.