Kriminalität

Zuhälter locken Mädchen per Flirt auf Facebook in Sex-Falle

Es beginnt wie ein Flirt: Auf Facebook, Twitter oder in anderen sozialen Netzwerken entsteht der erste Kontakt. Männer chatten mit jungen Frauen, machen ihnen Komplimente und geben vor, in sie verliebt zu sein

. Doch der vermeintliche Verehrer ist in Wahrheit ein sogenannter "Loverboy", der seine Opfer um den Finger wickelt - um sie so dazu zu bringen, sich zu prostituieren.

Ähnliches ist nun offenbar einer 15-Jährigen aus Schleswig-Holstein widerfahren. Das Mädchen hatte auf Facebook einen 21-Jährigen kennengelernt und sich verliebt, berichtete die "Bild"-Zeitung. Als sie von zu Hause weglief, entdeckte die Mutter in den Unterlagen ihrer Tochter einen Zettel, auf dem Preise für sexuelle Dienste notiert waren. Die Mutter meldete ihre Tochter als vermisst und suchte Hilfe bei der Organisation StopLoverboys. Deren Mitarbeier fanden die 15-Jährige schließlich auf einer Prostituiertenplattform. Laut "Bild" gab sich ein Polizist als Freier aus und arrangierte ein Treffen in einer Wohnung in Hannover. Nach ihrer Befreiung sollte das Mädchen in einer Klinik therapiert werden, aus der die 15-Jährige jedoch flüchtete.

Die Jugendliche wurde am Donnerstagabend zum zweiten Mal von der Polizei aufgegriffen und der Mutter übergeben. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass der 46 Jahre alte Wohnungsinhaber das Mädchen zur Prostitution gezwungen hatte. Nun wird vermutet, dass sie sich aus freien Stücken angeboten hat - und nicht von einen "Loverboy" dazu gezwungen wurde.