Mexiko

"El Diego" soll 1500 Morde in Auftrag gegeben haben

Er soll rund 1500 Morde in Auftrag gegeben haben: Im Norden Mexikos hat die Polizei den mutmaßlichen Anführer einer brutalen Killerbande festgenommen. Antonio Acosta Hernández alias "El Diego" wurde nach einer Schießerei in der Stadt Chihuahua festgenommen. Er soll auch hinter der Ermordung einer Mitarbeiterin des US-Konsulats in Ciudad Juárez stehen.

Der Chef der mexikanischen Drogenpolizei, Ramón Pequeño, sagte, Acosta Hernández sei einer der Chefs der Bande "La Línea", die für das Juárez-Drogenkartell arbeitet. Er soll die Ermordung von rund 1500 Menschen in der Grenzstadt Ciudad Juárez und der Region angeordnet haben. Auf ihn war ein Kopfgeld von 1,2 Millionen Dollar ausgesetzt.

Acosta Hernández sei unter anderem der Drahtzieher der Morde an einer Mitarbeiterin des US-Konsulats, ihres Ehemanns sowie des Ehemanns einer mexikanischen Konsulatsangestellten im März 2010 in Ciudad Juárez, sagte Pequeño. Auch soll er ein Massaker an 14 Jugendlichen während eines Festes im Januar 2010, einen Autobombenanschlag im Juli 2010 mit zwei getöteten Polizisten und die Ermordung von mutmaßlichen Mitgliedern einer rivalisierenden Drogenbande in einer Entzugsklinik angeordnet haben. Acosta Hernández habe "mehr Gewalt und Radikalität" in die Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Drogenkartellen Juárez und Sinaloa gebracht, sagte Pequeño. Beide Gruppen liefern sich einen blutigen Kampf um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA.

In Mexiko tobt seit Jahren ein blutiger Drogenkrieg. Seit Präsident Felipe Calderón nach seinem Amtsantritt im Dezember 2006 eine groß angelegte Militäroffensive gegen die rivalisierenden Drogenbanden ausrief, wurden nach Angaben der Behörden landesweit mehr als 41 000 Menschen getötet, die meisten von ihnen im Norden des Landes.