Naturgewalten

Starkes Erdbeben und schwere Unwetter im Nordosten Japans

Erneut hat ein starkes Erdbeben den Nordosten Japans erschüttert. Außerdem kamen im Norden bei sintflutartigen Regenfällen mindestens zwei Menschen ums Leben. Das Unwetter, das Hunderttausende Japaner bedrohte, richtete am Wochenende schwere Verwüstungen an.

Das Meteorologische Institut des Landes gab die Stärke des Erdbebens am Sonntag mit 6,5 an, eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Sieben Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Das Beben war auch in der Hauptstadt Tokio zu spüren, Hochhäuser schwankten.

Das Zentrum des Bebens am Sonntagmorgen 3.54 Uhr (Ortszeit) habe vor der Küste der Provinz Fukushima 57 Kilometer unter dem Meeresboden gelegen, hieß es. Der AKW-Betreiber Tepco kündigte direkt nach dem Beben an, es werde geprüft, ob neue Schäden an der Atomruine in Fukushima entstanden seien. Von dem Unwetter mit starken Regenfällen waren vor allem die Präfekturen Niigata und Fukushima betroffen, in denen zusammen rund 400 000 Menschen ihre Häuser aus Sicherheitsgründen verlassen mussten. Vielerorts kam es zu Überschwemmungen und Erdrutschen; Straßen mussten gesperrt werden. Am Sonntag wurden noch drei Menschen vermisst.

Das Unwetter betraf allerdings nicht die Region um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima, die am 11. März von einem Beben der Stärke 9,0 erschüttert worden war. Es hatte eine riesige Flutwelle ausgelöst, die Tausende tötete und die Atomkatastrophe im Kernkraftwerk von Fukushima zur Folge hatte. In mehreren Reaktoren kam es zur Kernschmelze; die Region wurde radioaktiv verstrahlt.