Doline

Riesiges Loch in Guatemala-Stadt erschreckt Anwohner

In Guatemala-Stadt sind Einwohner durch die plötzliche Bildung eines zwölf Meter tiefen Lochs in einem Wohnhaus aufgeschreckt worden.

Es habe in der Nacht zu Dienstag einen lauten Knall gegeben, berichtete die 65-jährige Inocenta Hernández. Zuerst hätte sie an die Explosion einer Gasflasche gedacht, doch dann hätte sie unter ihrem Bett ein tiefes Loch gefunden. Zum Glück habe es keine Verletzten gegeben.

Das Loch hatte einen Durchmesser von 80 Zentimetern und eine Tiefe von zwölf Metern. Demnach handelt es sich bei dem Loch um eine Doline. Diese Senken entstehen in felsigem Untergrund durch Erosion. Dolinen können sich langsam bilden, jedoch auch plötzlich entstehen. In Guatemala-Stadt, das auf Vulkangestein gebaut ist, haben sich in den vergangenen Jahren wiederholt große Dolinen gebildet.

Bei dem spektakulärsten Vorfall brach 2007 in einem Wohngebiet ein 100 Meter tiefes Loch ein, das mehrere Häuser und einen Lastwagen verschluckte. Drei Menschen kamen damals bei dem Unglück ums Leben.