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Thomas Bögerl im fränkischen Ort Herrieden bestattet

Eine Woche nach seinem Selbstmord haben Angehörige und Freunde am Montag einen Trauergottesdienst für den Mann der entführten und ermordeten Maria Bögerl gefeiert. Der Gottesdienst war aber nicht in Heidenheim, sondern im fränkischen Herrieden (Kreis Ansbach), wo Thomas Bögerl Verwandte hatte.

Dort trauerten die Menschen in der Katholischen Stiftsbasilika St. Vitus und St. Deocar, wie eine Sprecherin der Gemeinde sagte. Auch seine beiden Kinder waren in die etwa 300 Menschen fassende Kirche gekommen. Die Trauerfeier fand unter Polizeischutz statt. Sie bestätigte auch einen Bericht der Berliner "B.Z.", demzufolge nicht nur der 56-Jährige am Freitag in Herrieden im engsten Familienkreis beigesetzt wurde, sondern auch seine Frau. Sie war Mitte Juni 2010 in Heidenheim beerdigt worden. Laut "B.Z." erinnerte ein Pfarrer im Trauergottesdienst daran, dass das Paar nun wieder zusammenfinde, wo es einst geheiratet habe.

Warum der Sparkassenchef nicht in Heidenheim bestattet wurde, blieb unklar. Ein Sprecher der Polizei betonte, er könne dazu nichts sagen - ebenso wie zu der Frage, ob die Bankiersgattin umgebettet wurde. Die Ermittlungen der Sonderkommission "Flagge" zu möglichen Querverweisen zwischen der Entführung und Ermordung Maria Bögerls und dem Suizid ihres Mannes gut ein Jahr später gehen derweil weiter. Es gebe jedoch keine neuen Erkenntnisse, sagte der Polizeisprecher. Nach dpa-Informationen ist auch das Umfeld der 26 und 28 Jahre alten Kinder Bögerls im Visier der Polizei. Der Polizeisprecher sagte lediglich: "Wir ermitteln in alle Richtungen. Es gibt derzeit keine neuen Verdächtigen." Die Polizei habe auch immer wieder die Familie in die Ermittlungen mit einbezogen - Berichte über Streit mit Thomas Bögerl wegen schleppender Ermittlungen wollte er nicht bestätigen.

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