Suizid

Thomas Bögerl beschwerte sich über Ermittlungsarbeit

Der erhängt aufgefundene Witwer der ermordeten Maria Bögerl hat sich einem Medienbericht zufolge bereits im Sommer 2010 über die Arbeit der Ermittler beschwert.

Nach einem Bericht des "Spiegels" schrieb der Heidenheimer Sparkassen-Chef Thomas Bögerl in einem Brief an die Polizei: "Ich bitte Sie, alles Menschenmögliche zu veranlassen, den oder die Entführer und Mörder zu finden." Daraufhin soll es ein "hoch emotionales" Gespräch zwischen Bögerl und Ermittlern gegeben haben.

Zudem habe der Witwer sich in einer E-Mail mit dem Betreff "Hilfe" an den Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl sowie den Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis, gewandt. Schmalzl ist als neuer Generalbundesanwalt im Gespräch.

Maria Bögerl war am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus entführt und drei Wochen später erstochen gefunden worden. Thomas Bögerl war am Montag von seiner Haushälterin im Fitnessraum seines Hauses tot aufgefunden worden. Laut "Spiegel" sind österreichische Ermittler über ihre deutschen Kollegen "verwundert", weil sie das Alibi eines im Frühjahr in Linz verhafteten Verdächtigen noch nicht einmal überprüft hätten.