Urteil

Streit eines Hundebesitzers um Sofa endet teuer

Teures Ende im Gerichtsstreit eines Hundebesitzers um sein Luxussofa: Mehr als 11 000 Euro stehen auf der Verlustseite, nachdem das Urteil jetzt rechtskräftig geworden ist. Das teilte das Landgericht Magdeburg am Freitag mit. Das rote Sofa war mit 8000 Euro zwar sehr teuer - doch für den Haushund nicht robust genug.

Deshalb zog der Mann gegen das Möbelhaus vor Gericht. Dort verlor er jedoch im April dieses Jahres. Er könne nicht beweisen, dass das Möbelhaus die Erstattung des Preises zugesichert hat, urteilten die Richter. Der 39-Jährige hatte das Sofa vor fünf Jahren erworben. Er wollte das Geld zurück, weil es die Mitbenutzung durch seinen Hund nicht ausgehalten hatte.

Das Sabbern und Lecken des Rhodesien Ridgeback hatte erhebliche Flecken verursacht. Der Mann hatte vor Gericht behauptet, das Möbelhaus habe sich 2007 bereit erklärt, die Couch neu zu beziehen. Falls dies nicht möglich sei, sollte der Kaufpreis erstattet werden. Der Händler bestritt das. Es sei lediglich vereinbart worden, das Sofa in Oschersleben abzuholen und neu zu beziehen.

Abgeholt wurde es auch, doch in dem Möbelhaus verschwand es auf seltsame Weise auf Nimmerwiedersehen. Fazit für den Mann: Sofa für 8000 Euro weg, Gerichtskosten 830 Euro, Kosten des gegnerischen Anwalts von rund 1340 Euro sowie die eigenen Anwaltskosten in vergleichbarer Höhe.