Architektur

Walter Gropius' Fagus-Werke werden Weltkulturerbe

Das Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld ist zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt worden. Das teilte die Unesco am Samstag in Paris mit. Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) äußerte sich begeistert.

Nachdem bereits im August vergangenen Jahres die Oberharzer Wasserwirtschaft Weltkulturerbe wurde, habe eine erneute Entscheidung für Niedersachsen als unwahrscheinlich gegolten. Umso größer sei jetzt die Freude. "Vor 100 Jahren hat mit dem Fagus-Werk die Epoche des Bauhausstils begonnen. Heute erleben wir, wie Dank eines beispielhaften Engagements für den Erhalt eines Baudenkmals, eine ganze Region profitieren wird."

Die Fabrik für Schuhleisten wurde der Unesco zufolge von 1911 bis 1925 nach Entwürfen von Walter Gropius errichtet, dem Gründer des Bauhauses in Weimar. Sie gilt als Ursprungsbau der Moderne. Mit der Konstruktion aus Glas und Stahl und den stützenlosen, vollständig verglasten Ecken, die zum Markenzeichen des Neuen Bauens wurden, verlieh Gropius dem dreistöckigen Fassadengebäude seine schwerelose Eleganz, die damals für Fabriken außergewöhnlich war.