E-Commerce

Weltweit agierende Internet-Banden ausgehoben

Mit zahlreichen Razzien hat die Polizei international arbeitenden Computerkriminellen nachgestellt. In Berlin hob die Polizei einen Hacker-Ring aus, der aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion operierte.

Kopf soll ein Tschetschene sein. Mehrere Personen wurden festgenommen. Nach einem weiteren Beschuldigten wird in Spanien gefahndet. Den mutmaßlichen Tätern wird gewerbsmäßiger Betrug, Geldwäsche, Urkundenfälschung und Computerbetrug vorgeworfen. Die Verdächtigen sollen sich über sogenannte Trojaner Zugang zu fremden Computern verschafft und Onlinebankgeschäfte manipuliert haben. Bei mehreren Durchsuchungen wurden große Mengen an Bargeld gefunden.

Ermittler aus Deutschland und sieben weiteren Ländern haben zudem eine weitere internationale Bande von Internet-Kriminellen zerschlagen. Die US-Bundespolizei FBI erklärte am Donnerstag, Dutzende Computer, Server und Bankkonten seien beschlagnahmt worden. In Deutschland durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) Wohn- und Geschäftsgebäude in vier Bundesländern. Die Täter sollen mit Schadsoftware und der Fernsteuerung fremder Rechner über eine Million Internetnutzer um 74 Millionen Dollar (51 Millionen Euro) betrogen haben.

Das FBI erklärte, im Zuge der Operation "Trident Tribunal" ("Dreizack Tribunal") hätten die Behörden nicht nur in den USA und in Deutschland, sondern auch in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Lettland und Litauen zugeschlagen. Der weltweit agierenden Bande wird vorgeworfen, Schadsoftware verbreitet zu haben, die einem Internetnutzer vorspielt, dass sein Computer mit einem Schadprogramm infiziert ist. Zur vermeintlichen Bereinigung werde dem Nutzer weitere Schadsoftware verkauf.