Untersuchung

Staatsanwaltschaft schließt Sabotage bei Luftschiff-Unglück aus

Nach dem Luftschiffabsturz in Mittelhessen hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, da ein Mensch ums Leben gekommen sei, sagte der Gießener Staatsanwalt Klaus Bender. Bislang habe seine Behörde keine Hinweise auf Sabotage gefunden.

Es gebe jedoch erste Vermutungen zur Unglücksursache, etwa einen Pilotenfehler oder einen technischen Defekt, sagte Bender. Die Polizei sprach von einem Problem beim Landen als möglicher Ursache. "Es gab einen Aufprall, dann ist Benzin ausgetreten und das hat sich entzündet", sagte ein Sprecher. Unklar sei aber, warum überhaupt Benzin austreten konnte. Experten von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen hätten Wrackteile zur Untersuchung mit nach Braunschweig genommen.

Bei dem Unglück war der 52 Jahre alte australische Pilot in dem Werbeluftschiff am Sonntagabend verbrannt. Seine drei Passagiere konnten sich auf dem Wetterau-Flugplatz noch aus der Kabine retten. Sie sprangen aus geringer Höhe aus der Gondel. Das Luftschiff flog im Auftrag des Reifenherstellers Goodyear, der es gemietet hatte. Die Pilotenwitwe nannte ihren Mann einen "mutigen" Menschen, der seinen Passagieren das Leben gerettet habe. "Es hat mich kein bisschen überrascht. Er war ein Charaktertyp", sagte sie der australischen Tageszeitung "Illawarra Mercury".