Anschlag

Ikea ruft seine Mitarbeiter zu Wachsamkeit auf

Der Möbelhändler Ikea hat seine Mitarbeiter nach der Explosion eines Sprengsatzes in seiner Dresdner Filiale zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. "Natürlich sind in unseren Märkten viele Menschen unterwegs", sagte Unternehmenssprecherin Sabine Nold am Dienstag am Deutschlandsitz in Hofheim-Wallau bei Wiesbaden.

Das Personal in sämtlichen Märkten sei entsprechend geschult und noch einmal besonders angesprochen worden. Ikea nehme den Zwischenfall vom vergangenen Freitag sehr ernst, wolle aber auf der anderen Seite keine unnötige Panik erzeugen, sagte Nold. Die Mitarbeiter seien bereits sehr gut darin zu erkennen, wenn irgendwo verdächtig wirkende Taschen oder Koffer abgestellt wurden. Die Einstellung weiteren Sicherheitspersonals werde jedoch geprüft. Das Unternehmen sei nicht Zielscheibe eines Produkterpressers, wiederholte Nold. Auch ein Zusammenhang zu Anschlägen auf Ikea-Märkte in Belgien, Frankreich und den Niederlanden sei bislang nicht erkennbar. Man vertraue auf die Ermittlungsarbeit der Polizei.

Der Fall soll am heute Abend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" geschildert werden, wie der Sender und die Polizei mitteilten. Gezeigt werden sollen Fotos vom Tatort, aber auch ein Phantombild des Täters.

Nach der Explosion sind bisher 16 Hinweise eingegangen. "Darunter war aber keiner, der uns zum Täter führt", sagte die Sprecherin des sächsischen Landeskriminalamtes, Silvaine Reiche. Die kriminaltechnischen Prüfungen liefen auf Hochtouren. Gesucht wird ein etwa 40-jähriger Mann, der eine beigefarbene Schirmmütze und eine auffallend violette Brille getragen haben soll. Der Sprengsatz war kurz vor Ladenschluss in der Küchenabteilung der Ikea-Filiale explodiert. Zwei Kunden erlitten ein sogenanntes Knalltrauma.