Medizin

Baby kommt zwei Jahre nach Tod der Mutter zur Welt

Eine Israelin ist fast zwei Jahre nach ihrem Tod Mutter geworden. Eine Leihmutter habe einen eingefrorenen Embryo der 2009 an Krebs gestorbenen Frau ausgetragen, bestätigte die Vorsitzende der israelischen Organisation New Family, Irit Rosenblum.

Der Witwer Nisim Ajasch habe damit einen Herzenswunsch seiner verstorbenen Ehefrau Keren erfüllt. Der Mann habe sich kurz nach dem Tod seiner Frau im November 2009 an sie gewandt, sagte Rechtsanwältin Rosenblum. Das Paar hatte demnach mehrere vergebliche Versuche zur künstlichen Befruchtung unternommen, bevor die Frau an Krebs erkrankte. Der israelische Generalstaatsanwalt habe schließlich zugestimmt, zwei damals eingefrorene Embryonen freizugeben. Das Baby, das am Donnerstag in den USA zur Welt kam, sei von einer amerikanischen Leihmutter ausgetragen worden. Der Vater habe inzwischen eine neue Lebenspartnerin und werde das Kind in Israel aufziehen, erklärte Rosenblum. In Israel dürfen Leihmütter Kinder für Frauen austragen, die dies selbst nicht können. Es ist allerdings das erste Mal, dass Embryonen einer verstorbenen Frau vom Krankenhaus freigegeben und einer Leihmutter eingepflanzt wurden.