Polizei

Verwirrung um Geständnis von Eisdielen-Besitzerin

Sie will zwei Morde allein begangen, dann die Leichen zerstückelt und in Beton eingegossen haben: Eine Spanierin, die in Wien eine Eisdiele besitzt, gestand in Vernehmungen, ihren Ex-Mann und ihren früheren Freund erschossen zu haben.

Das zumindest bestätigten österreichische Ermittler. Die Anwälte der Frau widersprachen jedoch: Ein "angebliches Geständnis" gebe es nicht. Ans Licht gekommen war das Verbrechen, als Arbeiter am vergangenen Montag in dem Keller unter der Eisdiele in Wien Leichenteile fanden. Die 32-jährige Verdächtige wurde am Freitag im italienischen Udine aufgegriffen. Die Taten sollen 2008 und 2010 geschehen sein. Der "Berliner Kurier" berichtete unterdessen, die Spanierin habe zuvor in Berlin gelebt und dort ihren späteren Mann kennengelernt. Das Paar eröffnete in Wien die Eisdiele "Schleckeria". Nach der Scheidung soll es zu einem Streit darüber gekommen sein, wer den Laden weiterführen solle.

Die Frau hat nach ihrer eigenen Aussage 2008 ihren Ex-Mann getötet, als dieser am Computer saß. Im November 2010 will sie ihren damaligen österreichischen Freund im Bett erschossen haben. Als Grund soll die Frau gesagt haben, dass sie misshandelt worden sei. Sie soll in Vernehmungen mit der italienischen Polizei weiter angegeben haben, sie habe die Leichen im Badezimmer mit einer elektrischen Säge zerteilt und dann in Beton eingegossen. Bei den Leichen wurden zwei Gewehre und eine Pistole gefunden. Nach Polizeiangaben waren es die wahrscheinlichen Tatwaffen. Wem sie gehörten, ist noch nicht geklärt. Bei ihrer Festnahme leistete sie keinen Widerstand. Nach Angaben des Wiener Polizeisprechers Roman Hahslinger machte die Frau "einen sehr verwirrten Eindruck". Wann und ob die 32-Jährige, die im zweiten Monat schwanger sein soll, an Österreich ausgeliefert wird, ist unklar.