Unglück

58 000 Tonnen TNT: Munitionsdepot in Russland brennt

Bei einem Großbrand in einem russischen Waffen- und Munitionsdepot sind mehr als 50 Menschen verletzt worden, 28 000 mussten sicherheitshalber ihre Wohnungen verlassen. Das Notfallministerium setzte am Freitag nach eigenen Angaben Flugzeuge und Hubschrauber zur Bekämpfung des Feuers in der Teilrepublik Udmurtien westlich des Urals ein.

Am Boden kämpften mehr als Hundert Feuerwehrleute und vier Spezialroboter gegen die Flammen.

Nachrichtenagenturen meldeten, zwei Menschen hätten wegen des Brandes eine tödliche Herzattacke erlitten. Amtlichen Angaben zufolge wurden mehr als 50 Menschen zum Teil schwer verletzt. Das Feuer brach am Donnerstagabend in dem 30 Kilometer südlich der udmurtischen Hauptstadt Ischewsk gelegenen Munitionslager aus. Dort waren tonnenweise Granaten, Raketen und Munition gelagert. Der russische Sender Pervij Kanal berichtete, die Munition entspreche 58 000 Tonnen TNT. Eine von der Agentur Interfax zitierte Militärquelle sprach von insgesamt 150 000 Tonnen Munition.

Fernsehbilder zeigten gewaltige Explosionen, gefolgt von großen Feuerbällen, die inmitten dunkler Rauchwolken zum Himmel aufstiegen. "Alles brennt und explodiert", sagte ein Sprecher des Notfallministeriums. Die Ursache für das Feuer sei zunächst noch unklar.

Erst am Donnerstag vergangener Woche hatten die Behörden in der Teilrepublik Baschkortostan im Süden des Urals wegen eines Großfeuers in einem Munitionsdepot rund 7000 Menschen in Sicherheit gebracht. Das Feuer und die Explosionen konnten erst fünf Tage später unter Kontrolle gebracht werden.