Krise

Carl Gustaf dementiert Sex-Gerüchte und nährt Zweifel

Mit seinem Dementi angeblicher Besuche in Striptease-Lokalen in einem Interview ist Schwedens König Carl XVI. Gustaf auf Skepsis und Zweifel gestoßen.

Das Interview, das der 65-jährige Monarch der schwedischen Nachrichtenagentur TT gab, mache "die royale Krise nicht klarer", hieß es in einem Kommentar in der Dienstagausgabe der Zeitung "Dagens Nyheter". "Wenn alles nur boshafte Verleumdung war, warum hat der König nicht erzählt, wie die Dinge seit vergangenem Herbst waren? Warum hat er also gesagt, dass er 'das Kapitel abschließen' wolle?"

Seit der Veröffentlichung der umstrittenen Biografie "Der widerwillige Monarch" von Thomas Sjöberg im vergangenen Herbst reißen die Enthüllungen über den ehemaligen "Partyprinzen" nicht ab. Das Buch schildert wilde Partys und Affären des Königs mit jungen Frauen. Vor Kurzem berichtete der schwedische Fernsehsender TV4 von Bildern, die den König in einem Strip-Klub zeigen. Die Fotos will der ehemalige Nachtklubbesitzer Mille Markovic in seinem Besitz haben, der gleichzeitig enthüllte, dass ein Freund des Monarchen große Summen geboten habe, um die Veröffentlichung von kompromittierenden Fotos zu verhindern. Der Sprecher der oppositionellen schwedischen Sozialdemokraten, Sven-Erik Österberg, forderte am Dienstag eine "vertieftere Untersuchung" der Gerüchte über den König. Schließlich beträfen die Vorwürfe "natürlich den Staat", dessen Oberhaupt Carl Gustaf ist.