Regen

Erdrutschgefahr: Unwetter über Japans Katastrophengebieten

Die Menschen in den Katastrophengebieten im Nordosten Japans sind von heftigen Regenfällen heimgesucht worden.

Teilweise standen Straßen unter Wasser, Flüsse schwollen bedrohlich an. Die Behörden warnten vor möglichen Erdrutschen, da sich durch das Megabeben und den Tsunami vom 11. März stellenweise der Boden gelockert habe. Der Betreiber der Atomruine Fukushima zweifelt derweil daran, die Lage in dem zerstörten AKW bis Jahresende stabilisieren zu können. Immer mehr Menschen sind einer Medienumfrage zufolge unzufrieden mit dem Krisenmanagement von Premier Naoto Kan. Der muss sich bald einem Misstrauensvotum stellen.

In den Flüchtlingslagern riefen die heftigen Regenfälle Erinnerungen an den Tsunami wach. "Die Angst vor Überschwemmung ist wirklich furchtbar", zitierte die Agentur Jiji Press einen 79 Jahre alten Mann in Ishinomaki. Auch im Tiefgeschoss von Reaktor 1 des Atomkraftwerks sei der Wasserstand - offenbar auch durch die Regenfälle - gestiegen. Der Betreiberkonzern Tepco erwarte jedoch keine Auswirkungen auf den Zeitplan zum Abpumpen radioaktiv verseuchten Wassers, mit dem die Reaktoren bislang gekühlt werden.