Parkplatz

Opfer wehren sich gegen Baupläne auf Loveparade-Gelände

Die Opfer des Loveparade-Unglücks können auf eine Entschädigung hoffen. Zur Regelung der Ansprüche schlossen der Versicherungskonzern Axa und die Stadt Duisburg eine entsprechende Vereinbarung.

Nach Angaben eines Stadtsprechers stellt die Vereinbarung eine Fortsetzung der Soforthilfe dar, die unmittelbar nach der Tragödie eingerichtet worden war. Die Versicherung, der Veranstalter Lopavent und die Stadtverwaltung hatten 1,5 Millionen Euro in einen Fonds eingezahlt, aus dem Betroffene bezahlt werden sollten, die aufgrund des Unglücks unmittelbar finanziell belastet wurden. Nun gehe es darum, die Entschädigung aller Betroffenen zu regeln, sagte der Sprecher. Wie hoch die dafür benötigte Summe ausfällt, bleibe abzuwarten.

Hinterbliebene und Geschädigte der Loveparade-Katastrophe wehren sich unterdessen gegen den geplanten Bau eines Parkplatzes auf dem Gelände der Loveparade. Deshalb überreichten sie am Freitag einen Appell mit dem Titel "Den Ort des Leidens nicht zerstören ..." an die Stadt. Die Opferinitiativen reagierten damit auf Bebauungspläne der Stadtverwaltung, die im Zuge der Errichtung eines Möbelhauses die Überbauung des Schauplatzes der Loveparade-Katastrophe mit einem Parkplatz vorsehen.

"Der Ort soll so bleiben, wie er ist, damit wir dort unserer Toten gedenken können", sagt Klaus-Peter Mogendorf, dessen Sohn Eike an dieser Stelle ums Leben kam. Mit einer Unterschriftensammlung wollen die Angehörigen die Duisburger Bürgerschaft für ihr Anliegen mobilisieren. In einer ersten Reaktion erklärte Duisburgs Stadtdirektor Peter Greulich (Grüne), man bemühe sich im Kontakt mit dem Investor um eine Lösung. Am Montag wird dem Duisburger Rat eine Petition für den Erhalt des Unfallorts zur Beschlussfassung vorliegen.