Planking

Liegen lernen

Es gibt viele Wege, den Tag herumzubekommen. Die Jugend der 80er-Jahre beispielsweise schraubte vier Rollen unter ein Brett, nannte das Skateboard, die Folgen sind heute noch in Fußgängerzonen sichtbar.

Doch mit der Erfindung des Internets - und hier vor allem des Netzwerkes Facebook - wirken solche Beschäftigungen nun vollends antiquiert. "Planking" (plank = Planke) lautet das Gebot der Stunde. Was darunter zu verstehen ist, zeigen die Fotos eindrücklich. Man legt sich steif wie ein Brett irgendwohin, postet das Ganze im Netzwerk herum und hofft darauf, möglichst viele Kommentare zu bekommen. Unsere beiden Protagonistinnen Karren (l.) und Jinyu, die sich in Taiwan kunstvoll an einer Bahnstation auf die Treppen legten, haben bei Facebook bereits 100 000 Fans. Weit bekannt wurde Planking durch den australischen Rugby-Spieler David Williams, der sich Ende März bei einem Spiel flach hinlegte. Doch Vorsicht: Am 15. Mai starb ein 20-Jähriger in Brisbane, als er beim Planking betrunken vom Balkon sieben Stockwerke in die Tiefe fiel. Wer dem neuen Trend also nachgibt, sollte auf sich achtgeben.