Sicherheit

Zahl der Bergunfälle steigt: Wanderer überschätzen sich oft

Immer häufiger enden Ausflüge in die Berge für Freizeitsportler mit einem Unfall. Der österreichische Bergrettungsdienst wurde im vergangenen Jahr zu 7008 Einsätzen gerufen - eine Steigerung um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das gab die Organisation am Montag bekannt. Als häufigste Gründe für einen Unfall nannte Franz Lindenberg, Präsident des Bergrettungsdienstes, Selbstüberschätzung, mangelnde Vorbereitung, aber auch falsche Ausrüstung.

Mit 170 Fällen erreichten die Todesfälle bei Unfällen in den Bergen 2010 den höchsten Stand seit fünf Jahren. Auffällig sei, dass immer mehr Unfälle im leichten Gelände geschehen - "dort, wo die Menschen Erholung suchen". Diese Fälle seien oft auf Herzkreislaufprobleme zurückzuführen. Insgesamt verunglückten im vergangenen Jahr 124 Freizeitsportler tödlich beim Wandern in leichtem Gelände. "Die Gefahr in den Bergen wird von vielen stark unterschätzt", so Lindenberg. Mehr Einsätze zählten die freiwilligen Helfer auch im Winter zur Rettung von Tourenfahrern und Skifahrern, die abseits der gesicherten Pisten in Not gerieten.