Kriminalität

Wertvolle Schatullen aus Verbotener Stadt in Peking gestohlen

Sieben wertvolle Ausstellungsstücke sind aus dem Palastmuseum in der Verbotenen Stadt in Peking gestohlen worden. Es war der erste Einbruch in der Verbotenen Stadt seit 20 Jahren.

Wie die Zeitung "Beijing News" berichtete, fehlen die aus Gold gefertigten Handtaschen und mit Juwelen besetzten Puderdosen aus dem 20. Jahrhundert seit Sonntag. Sie haben einen Wert von zehn Millionen Yuan (1,1 Millionen Euro) und gehören zu einer Ausstellung mit Leihgaben eines privaten Sammlers aus Hongkong, die bis Ende Juni zu sehen sein soll. Nun sucht die Polizei einen 27-jährigen Verdächtigen.

Wie die Diebe in den streng bewachten früheren Kaiserpalast eindringen konnten, ist noch unklar. Mehrere Wachmänner hatten zwar einen Verdächtigen vom Tatort fliehen sehen, ihn aber nicht aufhalten können. Zwei weitere Ausstellungsstücke wurden später leicht beschädigt in der Nähe des Museums gefunden. Nun werde kontrolliert, ob möglicherweise noch weitere Stücke entwendet wurden, sagte Museumssprecher Feng Naien gestern. Er kündigte außerdem an, dass das Museum seine Sicherheitsvorkehrungen verbessern werde. Trotz des Diebstahls solle die Ausstellung aber dennoch weitergehen, sagte er.

Diebstähle in der Verbotenen Stadt sind äußerst selten. Im zuletzt bekannten Fall wurde 1987 ein Mann ertappt, wie er einen Kunstgegenstand mitnehmen wollte - daraufhin wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Verbotene Stadt war im frühen 15. Jahrhundert erbaut worden und diente den Dynastien Ming und Qing als Kaiserpalast. Nach dem Ende der Qing-Dynastie wurde sie 1925 in ein Palastmuseum umgewandelt.