Naturkatastrophe

Mississippi-Hochwasser bedroht Öl-Raffinerien in Louisiana

Das Jahrhundert-Hochwasser am Mississippi bedroht mindestens zwei Ölraffinerien in Louisiana sowie Hunderte von Öl- und Gasquellen.

Spezialisten der US-Armee wollen bis Sonnabend einen Entlastungskanal öffnen, um die herannahenden Fluten von der Großstadt New Orleans fernzuhalten und den Druck von den Deichen zu nehmen. Ein Gebiet mit mindestens 24 000 Einwohnern und 13 000 Gebäuden westlich des Flusses wird dadurch überschwemmt werden. Louisianas Gouverneur Bobby Jindal forderte die Bewohner auf, die Region zu verlassen.

Am US-Rohölmarkt zogen die Preise aus Sorge um mögliche Auswirkungen der Überschwemmungen auf die heimischen Ölvorräte bereits leicht an. Einige Raffinerien müssten den Betrieb möglicherweise vorübergehend einstellen, erklärte ein Analyst.

Nach Angaben des US-Wetterdienstes handelt es sich um das größte Hochwasser im Mississippital seit 1937, teilweise sind die historischen Wasserstände sogar bereits übertroffen. Vor allem im tief liegenden Delta des Flusses droht zahlreichen Häusern in den kommenden Tagen und Wochen die Überschwemmung.