Partnerschaft

Terminator allein zu Haus

Vielleicht konnte es auf Dauer einfach nicht gut gehen mit Arnold Schwarzenegger und Maria Shriver. Er ein Bodybuilder und Schauspieler, um den sich die Welt weiter drehte, als er Gouverneur von Kalifornien war. Sie eine erfolgreiche Journalistin, TV-Moderatorin und Bestsellerautorin, die in den vergangenen acht Jahren als First Lady im Schatten des Superstars stand.

Er ein Republikaner, wenngleich am linken und ökologisch korrekten Saum der Partei verortet. Sie die Tochter von Eunice Kennedy, der Schwester des Präsidenten John F. Kennedy, und von Robert Seargent Shriver, einem Ex-Vizepräsidentschaftskandidaten der Demokraten.

Jetzt haben Arnold Schwarzenegger und Maria Shriver, verheiratet seit 25 Jahren, ihre Trennung verkündet. In einer gemeinsamen Erklärung versicherten Schwarzenegger und Shriver, sie blieben freundschaftlich miteinander verbunden und arbeiteten weiter an ihrer Beziehung. Von Scheidung ist noch nicht die Rede. Aber Shriver trat schon zu Ostern in Videos, die sie auf der Internetplattform YouTube einstellte, ohne Ehering auf. Aus der schlossähnlichen Villa des Paares in Brentwood, einem der feinsten Vororte von Los Angeles, zog die 55-Jährige vor Wochen aus.

Kindererziehung weiter gemeinsam

Das Glamour-Paar hat zwei Töchter, die 20-jährige Christina Maria Aurelia und die 21-jährige Katherine Eunice, sowie zwei Söhne, den 13-jährigen Christopher und den 17-jährigen Patrick Arnold. "Wir werden unsere Kinder weiterhin gemeinsam erziehen. Sie sind das Licht und Zentrum unser beider Leben", versichern die Eltern in ihrer Erklärung, in der sie dann auch von einer "Zeit großen persönlichen und beruflichen Wandels für uns beide" sprechen und sich erklären.

Im Januar war Schwarzenegger, der 2003 zum Gouverneur gewählt und 2006 bestätigt wurde, nach dem Ende der Legislaturperiode aus dem Amt geschieden. Gleich danach kündigte er, der durch Rollen wie der "Terminator" weltbekannt wurde, an, zurück ins Filmgeschäft zu wollen. Er fügte hinzu, seine Frau wisse das noch nicht, "es wird sie sicher überraschen". Damit mag Schwarzenegger wohl recht gehabt haben.

Aber gefreut haben dürfte sich Maria Shriver kaum. Die für ein Filmprojekt über Alzheimer-Erkrankte mit einem Emmy Award ausgezeichnete Journalistin engagiert sich für Behinderte, und obwohl Maria Shriver der Jahrmarkt der Eitelkeiten keineswegs fremd geblieben war, blieb ihr die Unterhaltungsindustrie doch immer auch suspekt.

Tochter Katherine hat im vorigen Jahr ein Buch geschrieben, es handelt von Schönheit, nicht nur der äußeren, und vom inneren Gleichgewicht. Darin mag man Erklärungsansätze finden, warum es kriselte in der Ehe, die so mustergültig die Harmonie der Gegensätze zu bestätigen schien. Katherine beschreibt Eltern, die versuchten, ihren Kinder trotz Prominenz und Reichtum ein normales Leben zu ermöglichen: "Meine Mutter machte es Sorgen, dass wir in Los Angeles aufwuchsen, weil sie nicht wollte, dass wir wie verdorbene Hollywood-Kinder werden." Es klang, als ob auch darüber nicht immer Einigkeit zwischen dem Paar herrschte.

Es wäre absurd, den 63-jährigen Arnold Schwarzenegger, der vor 43 Jahren aus der österreichischen Steiermark in die USA auswanderte, auf seine Vergangenheit als Bodybuilder und Heldendarsteller zu reduzieren. Schwarzenegger ist intelligent, charismatisch, humorvoll. Aber er kann auch "unausstehlich, sehr eitel und selbstüberzeugt sein", erinnert sich Barbara Oakland Baker, mit der Schwarzenegger von 1969 bis 1974 liiert war.

Maria Shriver lernte der damals noch vor dem Durchbruch stehende Bodybuilder 1977 bei einem Tennisturnier kennen. 2003 schützte seine Ehefrau ihn, als die "New York Times" über frühere amouröse Affären während seiner Schauspielerei berichtete. Schwarzenegger selbst gestand öffentlich ein, einst Dinge getan zu haben, "die schlecht waren", und er meinte damit sicher nicht, dass er Anabolika zum Muskelaufbau nahm. Es mag sein, dass sich Maria Shriver viel stärker betrogen fühlte von Arnold Schwarzeneggers Rückkehr in die Filmstudios. 15 Drehbücher sollen ihm vorliegen, für das Drama "Cry Macho" unterschrieb er bereits einen 12,5-Millionen-Dollar-Vertrag. Maria Shriver mag sich für die Zeit nach der Politik weniger "Action" gewünscht haben.