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"Flashmob": Tausende tanzen auf deutschen Bahnhöfen

Spontanes Tänzchen auf dem Bahnhof? Gestern war die Gelegenheit. In Hamburg-Altona und auf fast 30 weiteren Bahnhöfen in Deutschland haben sich am Sonnabend mehrere tausend Tanzbegeisterte zu einem "Flashmob" getroffen.

Um Punkt 12 Uhr ging es los. Fünf Minuten lang tanzten die Teilnehmer nach einer einstudierten Choreographie. Organisiert hatten das Treffen, das ebenso schnell endete wie es begann, der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) und die Bahn Station & Service AG. Die Verabredungen zu dem Ereignis fanden über das Internet statt.

Ein "Flashmob" ist ein kurzes Treffen vieler Menschen zu einem bestimmten Zweck, das jedoch zuvor ausgemacht wurde. Allein in Dresden trafen sich rund 150 Tänzer. Sie haben den Dresdner Hauptbahnhof kurzfristig in eine Bühne verwandelt. Fünf Minuten lang fetzten, tanzten und rockten sie durch Kuppelhalle. "Für diesen Tag wurden spezielle Choreographien entwickelt", sagte eine der Organisatorinnen, Yvette Kühl. Die Palette der Tanzeinlagen reichte von Walzer bis zu Hip-Hop.

Der letzte größere Flashmob fand am vergangenen Karfreitag vor dem Frankfurter Rathaus statt. Es war eine Demonstration gegen das Tanzverbot an diesem kirchlichen Feiertag. Die Frankfurter Katholiken kritisierten die Aktion als respektlos. Der Flashmob im Berliner Hauptbahnhof indes Anfang März rief allgemeine Begeisterung hervor: Das Berliner Staatsballett hatte sich eine ganz besondere Aktion als Werbung für das neue Stück "OZ - The wonderful Wizard" einfallen lassen und lieferte den Reisenden eine Tanzeinlage.