Song Contest

Google sagt wieder Lena-Sieg voraus

Zwei Wochen vor dem Finale des Eurovision Song Contests (ESC) prognostiziert die Internetsuchmaschine Google einen erneuten Sieg von Lena Meyer-Landrut.

Anhand der europaweit gesuchten Namen der ESC-Teilnehmer und ihrer Songs hat Google eine erste Prognose für den diesjährigen Gesangswettbewerb veröffentlicht. Titelverteidigerin Lena kommt dabei mit ihrem Lied "Taken by a stranger" auf den ersten Platz. Auf den Rängen dahinter landen die irischen Teenager-Zwillinge John und Edward Grimes, die als Jedward auftreten, und der französische Opernsänger Amaury Vassili.

Die Prognose ist überraschend, weil die Suchmaschine nicht nur den Vorjahressieg von Lena mit ihrem Song "Satellite" vorausgesagt hatte. Auch im Jahr davor lag die Prognose mit dem norwegischen Sänger Alexander Rybak richtig.

43 Nationen treten in der zweiten Maiwoche in Düsseldorf an. In zwei Halbfinalen müssen zuvor 38 Länder um einen Platz im Finale kämpfen. Pro Halbfinale kommen von 19 Künstlern zehn weiter. Die Beiträge der fünf größten Geldgeber der EBU - Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien - sind direkt für die Endrunde qualifiziert.

Auch wenn die Musikshow in diesem Jahr in Deutschland stattfindet, werden Englisch und Französisch offizielle "ESC-Sprachen" sein. Das Moderatorentrio aus Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab wird also nicht deutsch sprechen. Die Fernsehsender übersetzen die Moderationen in die Landessprache.

Die Sänger müssen zum Stichtag des Finales am 14. Mai mindestens 16 Jahre alt sein und einen Song aufführen, der nicht vor dem 1. September 2010 veröffentlicht wurde. Verboten sind politische Inhalte, Werbebotschaften und Aussagen, die den Song Contest in Verruf bringen könnten. Während live gesungen werden muss, kommt die Musik vom Band. Maximal sechs Personen dürfen auf der Bühne stehen. Lebende Tiere sind verboten.

Nach jahrelangen Diskussionen über eine unfaire Punktevergabe entscheidet nun eine Mischung aus Expertenjurys und Zuschauer über den Gewinner des Song Contest. Pro Land können ein bis zwölf Punkte vergeben werden. In diese Bewertung fließt zu 50 Prozent die Meinung von nationalen Jurys. Die andere Hälfte bildet das Telefonvoting der Zuschauer. Bis auf das eigene Land kann das Publikum für jede teilnehmende Nation anrufen. Kommt es am Ende der Punktevergabe zu einem Gleichstand mehrerer Länder, ist die Telefonabstimmung entscheidend.

Auch die Siegerehrung wird von der EBU genauestens geregelt. Sind alle Punkte verteilt und steht der Sieger fest, dürfen Sänger, Songtexter sowie Verantwortliche des Fernsehsenders auf der Bühne die Gewinnertrophäe entgegennehmen. Mit der erneuten Aufführung des Siegertitels endet die größte Unterhaltungsshow in Europa.