Großeinsatz

Geschütztes Torfmoor im Hohen Venn in Flammen

Im Hohen Venn hat in der Nacht zum Dienstag der verheerendste Waldbrand in der Geschichte des belgisch-deutschen Naturschutzgebiets gewütet und bis zu 1000 Hektar Torflandschaft verwüstet.

Der Brand war am Ostermontag nahe der Stadt Eupen, rund 30 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, ausgebrochen. Die Behörden schließen Brandstiftung nicht aus.

300 Feuerwehrleute waren die ganze Nacht im Einsatz und konnten die Flammen schließlich unter Kontrolle bringen; auch 25 deutsche Kollegen waren beteiligt. Menschen kamen nicht zu Schaden. "Das Feuer weitet sich nicht mehr aus. Es wird aber noch Tage dauern, die Flammen zu löschen", sagte Feuerwehrsprecher Vincent Bastin am Dienstag. In der Nacht hatte die Hunderte Meter lange Feuersbrunst den Himmel über der Region erleuchtet.

Begünstigt durch die ungewöhnliche Trockenzeit und die hohen Temperaturen - das Osterwochenende war in Belgien eines der wärmsten in der Geschichte des Landes -, hatte sich das Feuer am Montag rasend schnell ausgebreitet. Der Brandherd lag nach Angaben der wallonischen Natur- und Waldbehörde (DNF) in der Nähe der Gemeinde Baelen. Für die Provinz Lüttich wurde der Katastrophenalarm ausgerufen und für die Bekämpfung der Flammen Hilfe aus der nahe gelegenen deutschen Eifelstadt Monschau angefordert. Das Löschgerät musste mühsam kilometerweit zum Einsatzort transportiert werden. Auch ein belgischer Löschhubschrauber war im Einsatz.

Trotz der schwierigen Bedingungen gelang es der Feuerwehr, größeren Schaden zu verhindern. Eine Bilanz lag zunächst nicht vor. Aber es sei gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf den staatlichen Forst zu verhindern. Auch die Tierwelt sei insgesamt nicht dramatisch betroffen worden.