Kriminalität

Mordszene als Tattoo überführt Täter nach sieben Jahren

Bis ins kleinste Detail hat sich ein Kalifornier eine Mordszene auf seinen Oberkörper tätowieren lassen. Die Skizze vom Tatort wurde dem Bandenmitglied sieben Jahre nach der Ermordung eines Rivalen zum Verhängnis. Jetzt wurde Garcia (25) wegen Mordes verurteilt, berichtet die "Los Angeles Times".

Die Tätowierung zeigt den Eingang eines weihnachtlich geschmückten Spirituosenladens, ein Straßenschild, einen Schützen mit Pistole und ein Opfer im Kugelhagel. Darüber steht der Slogan "Rivera Kills". Der nun Verurteilte war Mitglied der südkalifornischen Pico-Rivera-Gang. 2004 war ein 23-jähriger Rivale auf der Straße vor einem Getränke-Shop niedergeschossen worden. Inspektor Kevin Lloyd, der damals dem Mord nachging, konnte niemanden fassen, der Fall verschwand in den Akten. Vier Jahre später aber stieß der Beamte beim Durchsehen von Fahndungsfotos auf ein Bild der Tätowierung bei einem Mann, der wegen eines kleineren Delikts in der Kartei gelandet war. Lloyd erkannte die Mordszene wieder und kramte den alten Fall hervor. Undercover-Agenten, die sich als Bandenmitglieder ausgaben, spürten den Verdächtigen auf und entlockten ihm ein Geständnis, als der mit der Tat prahlte.