Ermittlungen

Mordfall Krailling: Spuren des Onkels an Tatwaffen

Im Fall des Doppelmordes an zwei Mädchen in Krailling haben zwei Gutachten den dringenden Tatverdacht gegen den Onkel der beiden gefestigt. Sowohl an den beiden Kindern, als auch an zwei Tatwerkzeugen seien DNA-Spuren des vierfachen Familienvaters gefunden worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Ermittler sind deshalb von der Schuld des Mannes überzeugt. "Es wird wohl zu einer Anklageerhebung kommen", sagte die Oberstaatsanwältin Andrea Titz. Das Motiv der Tat ist immer noch unklar. Insgesamt wurden bislang 825 Spuren gesichert und mehr als 200 als tatrelevant eingeschätzte Beweisstücke sichergestellt.

Der Verdächtige ließ unterdessen über seinen Anwalt erklären, er wolle sich nicht zu den Geschehnissen äußern. Die Schwestern Sharon (11) und Chiara (8) aus Krailling waren in der Nacht zum 24. März in der Wohnung der Familie getötet worden. Die Mutter fand ihre Leichen, als sie am frühen Morgen nach Hause kam. Ihr Schwager geriet unter Tatverdacht, weil Blutspuren von ihm am Tatort gefunden wurden.