Schießerei

Mindestens elf tote Schüler bei Amoklauf in Brasilien

Bei einer Schießerei in einer Schule in Rio de Janeiro sind mindestens zwölf Menschen getötet worden, darunter der Täter.

Mindestens 20 weitere seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr, Evandro Bezerra, dem Fernsehsender Globo. Es war unklar, ob sich der Schütze selbst das Leben nahm oder von der Polizei erschossen wurde.

In Panik versetzte Eltern eilten nach dem Vorfall zu der Schule, deren Schüler zwischen zehn und 15 Jahre alt sind. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die Eltern weinten und schreiend nach Informationen über ihre Kinder verlangten. Es war auch zu sehen, wie Hubschrauber auf einem Fußballfeld neben der Schule landeten und Verletzte in nahe gelegene Krankenhäuser brachten.

Bei dem Täter handelte es sich Polizeiangaben zufolge um einen 23-jährigen früheren Schüler der Schule in Rio de Janeiro. Polizeikommandant Djalma Beltrame sagte, der Schütze habe einen Brief am Tatort zurückgelassen, in dem er angedeutet habe, sich töten zu wollen.

Ein eindeutiges Tatmotiv habe er aber nicht genannt. In Deutschland weckte der Vorfall ungute Erinnerungen an den Amoklauf von Lörrach im vergangenen September, bei dem vier Menschen ums Leben kamen. Der Täter richtete sich anschließend selbst. Die USA hatten im Januar vergangenen Jahres einen größeren Amoklauf mit vier Toten erleben müssen. Dabei hatte ein Mitarbeiter des Elektrotechnik-Konzerns ABB im US-Staat Missouri in einem Werk drei Kollegen erschossen und sich anschließend selbst getötet.

( dpa )