Sicherheit

Loch im Dach: Alte Boeing 737 müssen zur Inspektion

Nach der Notlandung einer US-Maschine mit einem Loch im Dach müssen ältere Modelle des meistverkauften Flugzeugtyps Boeing 737 zur Überprüfung. Betroffen sind vor allem Maschinen in den USA.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete eine weitreichende Untersuchung der Flieger an, nachdem in einer älteren Maschine der US-Linie Southwest Airlines während des Flugs ein Loch im Dach aufgerissen war. Deutschland ist von der Überprüfung wenig betroffen: Die Lufthansa untersucht drei Maschinen. Air Berlin und Germanwings fliegen den betroffenen Boeing-Typ nicht.

Etwa 175 Jets weltweit sollen auf Materialermüdung kontrolliert werden, 80 davon in den USA. Dabei handelt es sich um ältere Maschinen des Boeing-Verkaufsschlagers. Die US-Luftfahrtbehörde will jene Jets anderer Gesellschaften genauer unter die Lupe nehmen, die eine bestimmte Zahl an Flügen hinter sich haben. Betroffen sind demnach Boeing 737-300, -400 und -500 mit mehr als 30 000 Flugzyklen. Ein Zyklus besteht aus einem Start und einer Landung. Auch der US-Hersteller Boeing empfahl am Montag verstärkte Inspektionen.

Bei der Lufthansa, Europas größter Luftlinie, müssen nur drei der insgesamt 63 eingesetzten Boeing 737 kontrolliert werden, sagte ein Unternehmenssprecher in Frankfurt. Lufthansa habe drei Maschinen ausgemacht, die baugleich mit dem Pannenflieger und daher verdächtig sind. "Die haben wir noch am Sonntag untersuchen lassen - ohne Befund", sagte der Sprecher. Die zweitgrößte deutsche Fluglinie Air Berlin hat die betroffene Baureihe und Maschinen dieses Alters nicht in der Flotte, wie eine Sprecherin in Berlin erklärte. Auch auf Germanwings hat die Panne keine Auswirkungen: Die Fluggesellschaft fliegt keine Boeing 737, teilte das Unternehmen mit.