Fernsehen

Honorar: Schadet Lierhaus der Fernsehlotterie?

Der Chef der ARD-Fernsehlotterie, Christian Kipper, sieht durch die Debatte um das Honorar für die Moderatorin Monica Lierhaus das Image seiner Lotterie und das der ARD beschädigt. Das berichtet das Magazin "Der Spiegel".

"Die Fernsehlotterie trägt einen Image- und einen wirtschaftlichen Schaden davon", schreibe Kipper in einer internen Stellungnahme für die Landesrundfunkanstalten, die dem Magazin vorliege. Dass der entstandene Schaden "in Teilen auch auf die ARD" falle, tue ihm leid.

Die Höhe des wirtschaftlichen Schadens sei indes nicht bezifferbar. Unmittelbar nachdem der "Spiegel" enthüllt hatte, dass Lierhaus 450 000 Euro im Jahr für ihre Moderation bekomme, hätten rund 2000 Mitspieler ihr Los gekündigt. In einem Interview mit der "Zeit" hatte Lierhaus vergangene Woche erstmals Stellung zu der Kritik bezogen. Für sie gehe es nicht nur ums Geld, sondern darum, wieder eine Aufgabe zu haben, sagte sie in dem Interview. Lierhaus war nach einer Hirnoperation vor rund zwei Jahren ins Koma gefallen und bei der Verleihung der Goldenen Kamera Anfang Februar erstmals wieder öffentlich aufgetreten.

Kipper gebe in seinem Brief nun zu: "Es ist selbstverständlich nachvollziehbar, dass Honorare von Prominenten, insbesondere im direkten Vergleich zu Renten oder niedrigen Einkommen, eine Schieflage beschreiben." Er respektiere die kritischen Reaktionen. Für Verwaltung, Werbung und Marketing verwende man rund sieben bis acht Prozent des Lotterieumsatzes, zitierte ihn der "Spiegel".