Neuseeland

Richter zeigt Verständnis für Rache betrogener Frauen

Ihre Rachegelüste haben zwei betrogene Frauen in Neuseeland voll ausgelebt - und sind vor einem milden Richter gelandet.

Sie richteten im Haus ihres gemeinsamen Liebhabers nicht nur mit süßem Ahornsirup Chaos an, sondern erpressten ihn auch. Obwohl auf Erpressung bis zu 14 Jahre Haft stehen, verurteilte der Richter in Auckland sie nur zu 350 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Die Frauen fanden heraus, dass der Mann sie mit der jeweils anderen betrog. Sie trafen sich zufällig in seinem Haus, um ihre Sachen abzuholen. Dort ersannen sie eine Lektion: Sie schütteten Bleichmittel über seine Kleider, kippten Ahornsirup in sein Bett. Als sie entdeckten, dass er ihnen dieselben Intimfotos geschickt hatte, drohten sie, diese zu veröffentlichen, und verlangten je 4000 neuseeländische Dollar. Der Mann ging zur Polizei. "Ich glaube nicht, dass dieses Vergehen den Kläger oder seine Familie langfristig belastet", meinte Richter Peter Woodhouse.