Kriminalität

Schwerer Raub in der Zentrale der Deutschen Bank

Zwei Bilder von Joseph Beuys aus der Sammlung der Deutschen Bank sind in Frankfurt gestohlen worden. Die Bilder seien aus einem Büro der Bank verschwunden, sagte Polizeisprecher Manfred Vonhausen am Sonnabend und bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

Das hessische Landeskriminalamt (LKA) fahndet nach den beiden Aquarellen mit dem Titel "Schwäne". Den Wert der 1953 mit Bleistift und Beize entstandenen Werke gibt das LKA mit 200 000 Euro an.

Derzeit habe die Polizei keine Anhaltspunkte und keine heiße Spur, sagte Vonhausen. Deutsche-Bank-Sprecher Christian Streckert bestätigte einen Bilderdiebstahl, wollte aber keine Details nennen. "Die Deutsche Bank arbeitet eng mit den Behörden zusammen", sagte er. Nach dem Fahndungsaufruf des LKA wurden die Bilder bereits am 9. Februar gestohlen, an diesem Tag wurde nach Angaben von Polizeisprecher Vonhausen Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen.

Die Kunstsammlung der Deutschen Bank wurde Ende der 70er-Jahre gegründet und gilt als eine der bedeutendsten Unternehmenssammlungen der Welt. Mehr als 56 000 Werke werden in Niederlassungen und Filialen rund um den Globus präsentiert. Vor allem Zeichnungen und Grafiken sind in der Sammlung vertreten. 2008 kündigte die Bank an, dem Frankfurter Städel-Museum 600 moderne Kunstwerke im Wert von 20 Millionen Euro als Dauerleihgaben zu überlassen. Ein Großteil der Arbeiten soll im neuen Erweiterungsbau des Städel gezeigt werden, der im Herbst 2011 fertig sein soll.