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Kachelmann-Prozess: Ex-Geliebte bekam 50 000 Euro für Interview

Kachelmann-Prozess

Ex-Geliebte bekam 50 000 Euro für Interview

Eine Ex-Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann hat 50 000 Euro für ein Interview mit der "Bunten" kassiert. Das geht aus einer Vergütungsvereinbarung hervor, die die Frau dem Landgericht Mannheim auf Antrag von Kachelmanns Verteidigung zuleitete. Die in Hamburg lebende Frau hatte sich in dem Interview ausführlich über ihre langjährige Beziehung zu dem 52-jährigen Schweizer geäußert. Der Burda-Verlag erklärte dazu, dass die "exklusive Vereinbarung" zwischen der "Bunten" und der Zeugin ein Interview und eine Fotoproduktion umfasste. "Darüber hinaus äußert sich Bunte nicht zu Honoraren." Das Gespräch enthalte keine Aussagen, "die (nach unserer Kenntnis) nicht auch schon zuvor von der Polizei zu Protokoll genommen wurden. Es enthält ebenfalls keinerlei Aussagen, die den Angeklagten juristisch belasten", teilte der Verlag weiter mit.

Einbruch

Diebe stehlen wertvollen Füller bei Hans-Dietrich Genscher

Der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) ist Opfer eines Einbruchs geworden. Diebe stahlen aus seinem Haus bei Bonn unter anderem den Füllfederhalter, mit dem er 1990 in Moskau den Zwei-plus-vier-Vertrag unterschrieben hatte. "Dieser Verlust schmerzt mich sehr", sagte der 84-Jährige der "Bild"-Zeitung. Er sei am 11. März mit seiner Frau bei Freunden zum Abendessen eingeladen gewesen. Als beide nach Hause gekommen seien, hätten sie die aufgehebelten Panzerglasfenster im Wohnzimmer bemerkt. Auch Bargeld, eine wertvolle Münzsammlung und Schmuck von Genschers Frau Barbara sollen gestohlen worden sein.

Ermittlungen

Professor soll Geld für Doktorarbeit genommen haben

Die Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt erneut gegen einen emeritierten Professor der örtlichen Universität, der Geld für Promotionsverfahren angenommen hat. Dieser Vorwurf ist bereits erwiesen, der 76-Jährige wurde 2009 vom Amtsgericht Würzburg per Strafbefehl zur Zahlung von 90 Tagessätzen zu je 160 Euro verurteilt. Ein Prozess fand damals nicht statt, an die Öffentlichkeit drang der Fall nicht. Weil es mittlerweile weitere Vorwürfe gegen den früheren Wissenschaftler vom Institut für Medizingeschichte gibt, seien neue Ermittlungen eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Vortäuschung

Indischer Polizist schießt für Orden auf sich selbst

Um mit einem Tapferkeitsorden ausgezeichnet zu werden, hat ein indischer Polizist einen Angriff vorgetäuscht und sich selbst angeschossen. Der Beamte Mahesh Rajguru gab Medienberichten zufolge vor, sechs Unbekannte hätten am Wochenende das Feuer auf ihn eröffnet, als er Wache vor dem Haus eines früheren Politikers geschoben habe. Allerdings passten seine Aussagen und die Gegebenheiten am Tatort nicht zusammen. Dort fanden die Beamten Patronenhülsen aus Rajgurus Waffe. In seiner Wohnung stellten sie zudem Betäubungsmittel sicher. Letztlich habe der Polizist eingestanden, dass es den Vorfall nie gegeben habe, sagte ein Ermittler.

Versteigerung

Drei Millionen teure Maya-Statue ist Fälschung

Eine angeblich mehr als tausend Jahre alte Götterstatue der Maya, die in Paris für eine Rekordsumme von fast drei Millionen Euro versteigert wurde, hat sich als Fälschung herausgestellt. Die gut 1,65 Meter hohe Büste stamme nicht, wie angenommen, aus der Zeit zwischen 550 und 950 nach Christus, teilte die mexikanische Regierung mit.

Aussage

Hackfleisch mit falschen Mischungsangaben

Im Hackfleisch-Prozess gegen den Unternehmer und Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies (54) hat der langjährige Produktionsleiter am Mittwoch falsche Angaben auf den Etiketten eingeräumt. Vor dem Essener Landgericht sagte der mitangeklagte 57-Jährige: "Ich habe in Kauf genommen, dass das Mischungsverhältnis, wenn überhaupt, dann nur zufällig stimmen konnte." Alles andere sei produktionstechnisch unmöglich. Tönnies und zwölf leitenden Angestellten wird vorgeworfen, zwischen 2005 und 2007 Millionen Packungen Hackfleisch verkauft zu haben, bei denen der Rindfleischanteil geringer war als angegeben.