Heringsdorf

Lange vermisster Pole tot in Strandkorb auf Usedom gefunden

Die Leiche eines seit August vermissten Polen hat offenbar monatelang unbemerkt in einem abgestellten Strandkorb in Heringsdorf gelegen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, war Angestellten eines Eiscafés auf der Seebrücke des Usedomer Badeorts am Samstag beim Heraustragen von Strandkörben, die in einem Abstellraum gelagert waren, ein besonders schweres Exemplar aufgefallen. Als sie versuchten, den Grund herauszufinden, entdeckten sie die Leiche. Vermutlich sei der Mann schon vor längerer Zeit im Strandkorb gestorben, hieß es. Den Ausweispapieren zufolge handele es sich bei dem Toten um einen 60-jährigen Polen, der seit August in Swinemünde vermisst wurde.

Da der Mann mit warmen Sachen bekleidet war, geht die Polizei davon aus, dass er in der kalten Jahreszeit Schutz vor der Witterung gesucht und sich in einen der hintereinander aufgestellten Strandkörbe gesetzt hatte. Offenbar war der Mann dort bereits vor einigen Wochen gestorben. Die Todesursache solle nun eine rechtsmedizinische Untersuchung in Greifswald klären, die die Polizei angeordnet hat. Hinweise auf eine Straftat sind laut den Ermittlern bislang aber noch nicht gefunden worden.