Osnabrück

Spezialisten entschärfen Weltkriegsbomben

Am Wochenende haben gleich zwei gefährliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg für Aufregung gesorgt.

Spezialisten haben am Sonntag in Osnabrück eine fünf Zentner schwere Fliegerbombe entschärft. Sie hätten beide Zünder problemlos entfernen können, sagte Stadtsprecher Heiko Milewski. Rund 650 Einsatzkräfte hatten am Vormittag bei der Evakuierung geholfen, von der etwa 15 000 Anwohner betroffen waren. Experten hatten den Blindgänger an einer Sporthalle entdeckt.

Bereits am Sonnabend hatte der Kampfmittelräumdienst im niedersächsischen Sottrum (Kreis Rotenburg) eine 225-Kilo-Bombe entschärft. Der Sprengkörper wurde in Sottrum nahe der Bahnstrecke Bremen-Hamburg entdeckt. Für die Entschärfung wurde das Gelände im Umkreis von einem Kilometer zum Sperrgebiet. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Für einige wurde ein Schulgebäude geöffnet. Die Bahnlinie wurde gesperrt. Kurz vor Mitternacht begann ein Spezialist, den Zünder auszubauen. Um 0.12 Uhr kam Entwarnung.

Erst am Freitag wurde in Schwentinentahl in Schleswig-Holstein eine Fliegerbombe erfolgreich entschärft. Die Zehn-Zentner-Bombe war in der Nähe eines Neubaugebietes gefunden worden. Vor der Entschärfung wurden rund 2000 Anwohner aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Eine Woche zuvor wurden in der Nähe zwei weitere Blindgänger unschädlich gemacht.