Prozess

Staatsanwaltschaft klagt wegen Mordversuchs an

Die Staatsanwaltschaft Aachen hat einen Hauseigentümer wegen versuchten Mordes in 13 Fällen angeklagt. Der 43-Jährige wollte nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft ein Mietshaus in die Luft jagen und habe sicherheitshalber auch noch auf der zweiten Etage Feuer gelegt.

"Wäre es zur Explosion gekommen, hätte das zur Katastrophe geführt", sagte Staatsanwalt Jost Schützeberg am Freitag.

Da die Feuerwehr rechtzeitig eintraf, seien von den 13 Bewohnern nur drei ernsthaft verletzt worden. Der Beschuldigte bestreitet die Tat. Der Mann soll vor gut zwei Wochen die Gasleitung des Hauses angebohrt und eine Zündvorrichtung installiert haben. Auf der zweiten Etage soll er in der Nacht zusätzlich ein Feuer gelegt haben. Die Feuerwehr traf so früh ein, dass sie das Schlimmste verhinderte. Bei den Löscharbeiten nahm sie Gasgeruch war und entdeckte die manipulierte Leitung.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird der Mann im Wesentlichen durch die sichergestellten Spuren am Tatort belastet. Es gibt keine Zeugen für seine mutmaßliche Tat, und der Mann hat die Tat auch nicht gestanden. Er befindet sich seit Donnerstag in Untersuchungshaft und bestreitet die Vorwürfe. Sollte der Angeklagte die Tat nicht gestehen, könnte ein schwieriger Prozess bevorstehen. Wegen der Schwere der Vorwürfe sind besonders stichhaltige Beweise notwendig.