William & Kate: noch 42 Tage

Der falsche Bräutigam

Kleiner Unterschied mit großer Wirkung: Auf einem Erinnerungsbecher zur Hochzeit von Prinz William und seiner Kate ist neben dem Foto der Braut Williams jüngerer Bruder Harry abgebildet. Verliebt lächeln sich der rothaarige Prinz und seine künftige Schwägerin auf dem "feinen Porzellan" an.

Unter Harrys Bild steht der Name "Will" (siehe Foto). Dabei lässt sich beim besten Willen nicht sagen, die beiden Brüder sähen sich ähnlich. Ob es ein echtes Versehen ist oder der Hersteller einfach eine originelle Idee zum schnellen Geldverdienen hatte, ist nicht klar.

Womöglich stecken hinter der falschen Tasse chinesische Handwerker, die nicht so genau wissen, wer am 29. April nun wen heiratet, Hauptsache Prinz. Auf ihrer Internetseite jedenfalls appelliert die Firma Guangdong Enterprises, die als Sitz England und Wales angibt, das Sammlerstück rasch zu kaufen - der Becher ist das einzige Angebot auf der Seite. Sammler sind häufig besonders hinter falsch gedruckten Stücken hinterher, die stark im Wert steigen können.

So war es etwa im Jahr 2006, als die später insolvente Kaufhauskette Woolworth schon mal einen Teller zur erwarteten Verlobung von Kate und William produziert hatte. Damals hatten alle mit der baldigen Hochzeit gerechnet, stattdessen trennten sich die beiden wenig später vorübergehend. Beschämt musste Woolworth einen Rückzieher machen - der Teller blieb begehrt. Bei der Tasse handelt es sich nicht um ein offizielles Souvenir des Königshauses, wie die Firma selbst vermerkt.

Außerdem übertraf ein Kleidungsstück am Donnerstag alle Erwartungen: Das Kleid, das die künftige Prinzessin Kate Middleton einst für wenige Minuten bei einer Studenten-Modenschau trug, wurde für 78 000 Pfund (90 000 Euro) versteigert. Der hohe Preis für das durchsichtige Strickteil, das auf maximal 20 000 Pfund geschätzt worden war, überraschte bei der Auktion in London selbst abgebrühte Modeexperten. Ein Raunen ging durch die Menge, als nach einem spannenden Bieterwettstreit schließlich der Hammer fiel. Prinz William soll angeblich auf Kate aufmerksam geworden sein, als die damals 19-Jährige in dem Kleid über den Laufsteg schwebte.

"Ich kann es absolut nicht fassen", sagte Charlotte Todd, die das Kleid einst als Studentin designt und selber gestrickt hatte. In weiser Voraussicht hatte sie es nach der Benefiz-Modenschau an der schottischen St. Andrews Universität im Jahr 2002 weggepackt. Zwischendurch habe sie Angebote für das Kleid bekommen, wollte aber bis kurz vor der Hochzeit warten. Nach Angaben des Auktionshauses Kerry Taylor waren im Voraus Anfragen aus der ganzen Welt eingegangen.

Prinz William kann den Rummel um die Tasse und das Strickkleid nur aus der Ferne zur Kenntnis nehmen. Er ist ohne seine Verlobte auf einer fünftägigen Reise nach Neuseeland und Australien.