Auktion

Kates Kleid aus Studententagen wird versteigert

So wird sich Kate Middleton in Zukunft definitiv nicht mehr mustern können - außer vielleicht in den tiefsten Privatgemächern des Buckingham-Palastes: Mit einem durchsichtigen Minikleid über knapper schwarzer Unterwäsche schritt die Braut von Prinz William im Jahr 2002 bei einer Studentenmodenschau für den guten Zweck über den Laufsteg.

Im Publikum: der Prinz persönlich, damals noch nicht Kates "boyfriend". Obwohl Macherin Charlotte Todd es bislang nicht gerade zur Stardesignerin gebracht hat, soll das kurze Stück bei einer Auktion in London an diesem Donnerstag bis zu 10 000 Pfund (12 000 Euro) einbringen. "Es gibt buchstäblich ein globales Interesse an diesem Kleid", sagt Auktionshausbetreiberin Kerry Taylor.

Die Angebote aus aller Welt spiegelten das Interesse an Kate als Person. "Sie tut mir leid - wenn man eine solche Reaktion auf ein Kleid bekommt, das man vor so vielen Jahren für zehn Minuten getragen hat, ist das schon extrem." Bei der Auktion werden auch Kleider von Williams Mutter Diana zum Kauf stehen, die gewöhnlich Zigtausende einbringen.

Kaum vorstellen mag man sich da, welche Werte Kate in Zukunft mit ihrer Modewahl produzieren wird. Ob noch einmal durchsichtig dabei sein wird, ist zu bezweifeln. Ihre Garderobe muss sie schon länger so bedacht auswählen wie ihr Verlobter seine Worte für wichtige Reden. Denn egal, wo die 29-Jährige auftritt - ihr Outfit liegt bis zur Strumpfhose regelrecht unter dem Mikroskop.

Bislang war ihr die britische Presse positiv gesinnt. Bei ihren wenigen öffentlichen Auftritten hat sie den Symbolwert der Stoffe auf ihrer Haut erkannt. So trug sie bei der Taufe eines Rettungsbootes einen Mantel, in dem sie schon Jahre zuvor gesichtet worden war. Spartrick in wirtschaftlich klammen Zeiten: Sie hatte ihn kürzen lassen und wiederverwendet. Wenig später bei einem Besuch in Nordirland war sie im absoluten britischen Klassiker, einem Burberry-Trenchcoat, zu sehen.

Anders als die letzte Mode-Ikone im britischen Königshaus - Williams Mutter Diana - setzt Kate bislang nicht auf Pracht und Märchenhaftes, um die Träume von Millionen zu bedienen. Stattdessen bleibt sie im Grundsatz lieber konservativ und scheint damit gut bedient zu sein.

Und ihr wichtigstes Modestatement - das Brautkleid - dürfte deshalb wohl Lichtjahre entfernt sein von dem Stück, mit dem sie damals als 19-Jährige den Laufsteg betrat.